Vorteile


Bessere Aufbereitung

Die SAF ist extrem flexibel und komprimierbar. Sie zwingt dem Wurzelkanal nicht ihre eigene Form auf, sondern passt sich der originären Morphologie an. Dies gilt für die seitliche und für die longitudinale Achse des Kanals. Alle Kanalachsen behalten ihren natürlichen ursprünglichen Verlauf. Die 3D-Anpassung der SAF an die Kontur des Wurzelkanals sorgt dafür, dass durch die Vibrationsbewegung eine gleichmäßige Dentinschicht abgetragen wird. Zugleich bleibt so viel wie möglich gesundes Dentin erhalten.

SAF Bessere Aufbereitung
Abb. Eine histologische Untersuchung von Wurzelkanälen mit ovalen Querschnitten und Ausbuchtungen:
(A) Die rotierende Aufbereitung mit ausreichender Menge NaOCl hinterließ Reste von Pulpagewebe in den unberührten Regionen und drückt Dentinpartikel in die Mulden. Dies kann auch mit Natriumhypochlorit nicht entfernt werden.
(B) Die SAF-Aufbereitung entfernt gleichmäßig das Puplagewebe aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und der kontinuierlichen Spülung des Kanals.

Bessere Reinigung und Desinfektion

SAF Bessere Reinigung und Desinfektion Auswertung

Die Funktion der SAF basiert auf dem behutsamen Abtragen der Kanalwände unter kontinuierlicher Spülung. Durch diese chemomechanische Aufbereitung wird ein Verpressen von Debris vermieden. Die Spülflüssigkeit gelangt selbst bei Kanälen mit ISO 20 bis in den apikalen Bereich. Die Schwingungen von 5.000 Hz produzieren eine Schall-Agitation des NaOCl, was zu hervorragenden Desinfektionsergebnissen führt.

Abb. Ovale Kanäle wurden 30 Tage mit E. Faecalis bebrütet und dann aufbereitet mit:
1. dem SAF-System und kontinuierlicher Spülung mit NaOCl und EDTA;
2. rotierenden Instrumenten und ausreichender Spülung mit NaOCl und EDTA mittels Spritze und Nadel.

Fazit: Das SAF-System schnitt beim Beseitigen der Infektion überragend ab:
Positive Kulturen wurden bei 55 % der Kanäle gefunden, die für 10 Minuten mit rotierenden Instrumenten behandelt wurden, während beim SAF-System nach nur 5-minütiger Behandlung lediglich 20 % verblieben sind.


Vermeidung von Micro-Cracks

Im Unterschied zu konventionellen rotierenden Instrumenten werden die Wurzelkanalwände aufgrund der flexiblen Gitterstruktur der SAF keinem Stress ausgesetzt. Der Entstehung von Mikrofrakturen (Micro-Cracks) wird effektiv vorgebeugt.

SAF Vermeidung von Micro Cracks Abb. Mikrofrakturen nach Aufbereitung in Prozent

Bessere Obturation

Verbesserte Aufbereitung, Reinigung und Desinfektion gewähren eine optimale Obturation. Nach der Aufbereitung des Wurzelkanals mit der SAF können verschiedene Obturationstechniken angewandt werden. In diversen Publikationen ist belegt, dass nach der Aufbereitung mit dem SAF-System ein höherer Prozentsatz mit Guttapercha gefüllten Abschnitten erreicht werden kann - im Vergleich zu mit ProTaper-Instrumenten (Abb.).

SAF Bessere Obturation

Bessere Revision

SAF Feile Bessere Revision

Eine bessere Revision ist gewährleistet, da die SAF sich komprimieren lässt bzw. dem Wurzelkanal anpasst. Guttapercha-Rückstände sowie Sealer und Reste des infizierten Materials werden effektiv entfernt, die bei der Entfernung von Guttapercha mit rotierenden Instrumenten oft noch im Kanal zurückbleiben.

Abb. Gruppe 1 wurde mit ProTaper behandelt. Gruppe 2 wurde mit ProFile und danach mit der SAF behandelt. Für beide Gruppen wurde die Menge des Restvolumens an Guttapercha berechnet.




Erhöhte Sicherheit

SAF Erhöhte Sicherheit bei der Behandlung mit SAF
  • Dank ihrer Gitterstruktur und der Anpassungsfähigkeit bleibt die SAF gesundes Dentin, sowie die anatomische Längsachse des Kanals. Das Entstehen einer potenziellen „Gefahrenzone” wird vermieden. Der Struktur der SAF folgend, kündigt sich durch Herausbrechen eines „Ärmchens“ aus dem Gitter ein Feilenbruch lange vorher an. Im seltenen Fall eines kompletten Feilenbruchs kann das abgebrochene Teil problemlos entfernt werden (Abb.).


SAF Erhöhte Sicherheit bei der Behandlung mit SAF
  • Die langsame, drucklose Spülung erlaubt das Vordringen der Spülflüssigkeit durch den kompletten Hohlraum der SAF Feile bis in die apikale Region. Ebenfalls wird hierdurch ein freier Rückfluss zur koronalen Zugangskavität ermöglicht. Hierdurch wird eine Extrusion von Spülflüssigkeit und Debris vermieden (Abb.).