Lachgas


Lachgas Behandlung

Was ist Lachgas?

Seit über 160 Jahren wird Lachgas (kurz: N2O) erfolgreich in der Dentalmedizin eingesetzt. In Ländern wie den USA, Kanada, Großbritannien, Niederlanden oder den skandinavischen Ländern gehört die Sedierung mit Lachgas längst zum Behandlungsalltag. Lachgas ist eines der meist erforschten und ältesten Sedativa. Die wesentlichen Vorteile bestehen darin, dass Lachgas eine schonende Wirkung mit sich bringt. Außerdem ist es nichttoxisch und nach der Behandlung werden die Gasmoleküle abgeatmet, sodass das Gas direkt den Körper verlässt. Der Patient ist im Gegensatz zur Vollnarkose stets bei vollem Bewusstsein, ansprechbar und kooperativ.

Eigenschaften von Lachgas:

  • Von allen Anästhesiegasen am wenigsten toxisch
  • Keine toxischen Metaboliten
  • Gute Steuerbarkeit (rasches An- und Abfluten von Lachgas)
  • Gute analgetische, anxiolytische und sedierende Wirkung
  • 20% Lachgas entsprechen 15mg Morphin s.c.
  • Agiert an der Großhirnrinde und unterdrückt Eindrücke ohne Schutzreflexe zu mindern
  • Wird nur wenig verstoffwechselt
  • Wird zu 99% über die Lunge abgeatmet und der Rest wird über die Haut ausgeschieden
  • Keine Effekte am Herzen oder Respirationstrakt
  • Reduziert den Würgereiz am Brechzentrum


Lachgassedierung | Vorteile für Behandler und Patienten

Lachgassedierung, die Lösung für die Behandlung von schwierigen Patienten, Angstpatienten und behandlungsunwilligen Kindern.

Die dentale Lachgassedierung wird individuell auf jeden Patienten abgestimmt. Dabei verlieren die Patienten ihre Ängste und genießen eine entspannte Behandlung, sodass die Aufregung in Vergessenheit gerät. Ergebnis ist ein entspannter Patient, der zukünftige Behandlungen wesentlich angstfreier angehen kann. Behandlungen werden als weniger traumatisch erlebt.

Für die Zeit der Behandlung wird Lachgas mit einem hohen Anteil Sauerstoff gemischt und individuell an den Patienten angepasst. Die Sedierung erfolgt unter ständiger Kommunikation mit dem Patienten. Wann ein Patient sein individuelles Sedierungsstadium erreicht hat, wird an verschiedenen Faktoren erkennbar. Der Patient hat eine flachere und ruhigere Atmung oder eine Art Tunnelblick ist ersichtlich. Außerdem kann sich die Geräuschempfindlichkeit und Sinneswahrnehmung individuell verändern. Insgesamt macht der Patient einen vollkommen entspannten Eindruck.


Vorteile für den Zahnarzt und sein Praxisteam

Vorteile für den Patienten

  • Lachgassedierung ohne Anästhesist möglich
  • Patient ist stets bei vollem Bewusstsein, kooperativ und ansprechbar
  • Würgereiz wird stark reduziert, wodurch sich die Behandlungszeit verkürzen kann und generell eine angenehmere Atmosphäre herrscht
  • Entspanntes und konzentriertes Arbeiten möglich
  • Umfangreiche Behandlungen können zu weniger Einzelsitzungen zusammengefasst werden, da auch die Zeitwahrnehmung des Patienten beeinflusst wird
  • Minimalster Aufwand in den Vor- und Nachbereitungsphasen einer Behandlung
  • Der Erfolg einer Hypnosebehandlung kann durch eine Sedierung mit Lachgas verstärkt werden
  • Die Lachgassedierung kann zu einer neuen Einnahmequelle werden, da die Abrechnung direkt über den Patienten erfolgt
  • Eine Sedierung mit Lachgas ist schonend und individuell kontrollierbar
  • Der Patient ist stets bei vollem Bewusstsein und kooperativ
  • Die Angst vor Spritzen und Bohrern wird deutlich reduziert
  • Würgereiz wird minimiert, wobei die Schutzreflexe erhalten bleiben
  • Da 20% Lachgas eine ähnliche analgetische Potenz wie 15 mg Morphin s.c. hat, wird auch das Schmerzempfinden deutlich reduziert
  • Keine Nachwirkungen. Der Patient ist nach der Behandlung wieder verkehrstüchtig und benötigt keine Begleitperson (Vss. ist, dass nur Lachgas zur Sedierung genutzt wird)

Lachgas Behandlung Erwachsener


Indikationen und Einsatzgebiete

Indikationen

Einsatzgebiete

Die Lachgassedierung kann in vielen Bereichen der Zahnheilkunde angewandt werden:
  • Prothetik
  • Chirurgie
  • Implantologie
  • Prophylaxe
  • Kinderzahnheilkunde
  • Laserzahnheilkunde
  • Mikroskopische Zahnheilkunde
  • Zahnerhaltung
  • Patienten, die eine entspannte Behandlung bevorzugen
  • Ängstliche oder trotzige Patienten
  • Patienten mit geistigen oder körperlichen Behinderungen
  • Patienten mit extrem ausgeprägtem Würgereiz oder Schluckreflex
  • Behandlungsunwilligkeit, z.B. bei Kinden
  • Als Stressprävention bei milden kardiologischen Problemen und Asthma
  • Patienten, bei denen eine Narkose kontraindiziert ist
  • Unterstützung bei längeren oder komplexen Behandlungen


Voraussetzungen & Zertifzierung

Um die Leistung der Lachgassedierung in das Behandlungsportfolio mit aufzunehmen, müssen rechtliche Voraussetzungen von Seiten des Behandlers erfüllt werden.

Lachgas Laut Council of European Dentists Beschluss 2012 muss sich ein Zahnarzt, bevor er mit Lachgas sedieren darf, über 2 Tage (mindestens 10 Stunden) fortbilden. Entweder Sie melden sich zunächst für einen Einführungskurs und daraufhin für einen Folgekurs an oder Sie besuchen einen 2-tägigen Komplettkurs.

Schulungsangebot

Henry Schein bietet in Kooperation mit Baldus Medizintechnik bundesweite Fortbildungen an. Hier finden Sie alle Schulungstermine auf einen Blick:
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