Einsatz in Myanmar


Ärzteteam von Interplast
Henry Schein leistet Beitrag zur nachhaltigen Selbsthilfe

Henry Schein kooperiert mit Interplast e.V., um besonders Kindern und Jugendlichen medizinische Hilfe zu ermöglichen, die keinen oder nur sehr schlechten Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen.

In diesem Jahr brach ein 14 köpfiges Ärzteteam von Interplast Germany nach Sittwe in Myanmar auf, um Menschen medizinisch zu versorgen, die sonst keine Hilfe bekommen würden. Das Team, unter der Leitung von Dr. Caius Radu, Plastischer Chirurg aus Nürnberg, bestand aus drei plastischen Chirurgen, drei Narkoseärzten, einem Narkosehelfer, zwei Schwestern sowie einer Studentin. Monatelang hatte sich das Team auf den Einsatz vorbereitet. Das gesamte medizinische Gerät, das Verbandsmaterial, die Medikamente, die für den Einsatz benötigt wurden, konnten durch Spenden finanziert werden.

Dr. Dr. Michael Bergermann, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg aus Hamm in Westfalen, engagiert sich seit über 15 Jahren ehrenamtlich für Patienten mit angeborenen Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in der ganzen Welt. Er ist mit seinem Team Teil von Interplast-Germany und hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Partnerschaft mit Krankenhäusern und Ärzten vor Ort Menschen auf dem Weg in ein „lebenswertes“ Leben zu helfen.
Myanmar ist flächenmäßig etwa doppelt so groß wie die Bundesrepublik und mit seinen ca. 50 Millionen Einwohnern eher dünn besiedelt. Ungefähr Dreiviertel der Bevölkerung leben von der Landwirtschaft und sehr viele davon zur Eigenversorgung. Das Gesundheitssystem befindet sich in einem unterdurchschnittlichem Zustand. Die staatlichen Gesundheitseinrichtungen arbeiten mit kaum funktionstüchtigen Geräten. Medizinische Materialien und Medikamente fehlen allerorts. Die ländlichen oder schwer zugänglichen Gebiete werden vom Gesundheitssystem fast gar nicht versorgt.

Die Mönche des Klosters vor Ort und die Regierung haben bereits Wochen vor dem Einsatz mit Plakaten dafür gesorgt, dass die Information über den Hilfseinsatz des deutschen Ärzteteams auch die Menschen in den entlegenen Regionen des Landes erreichen konnte. Bereits am ersten Abend können über 40 Patienten aufgenommen werden und eine Einteilung für die Operationen der nächsten Tage erfolgen.

Leider müssen auch Patienten abgewiesen werden, wenn die notwendigen Operationen unter den schwierigen Bedingungen vor Ort für das Ärzteteam nicht möglich sind, oder die Nachsorge sich über einen Zeitraum erstreckt, den der Hilfseinsatz zeitlich nicht abdecken kann. Was das Team zu sehen bekommt ist kaum vorstellbar: Verbrennungen, Geschwüre, offene Gaumenspalten und Lippen, Klumpfüße und schwerste Entstellungen. Unglaublich tapfer und geduldig warten die Patienten darauf, an die Reihe genommen zu werden. Vor allem die vielen Kinder, die oft ohne Mutter oder andere Angehörige auf ihre Behandlung warten, erweisen sich als besonders tapfer. Lediglich mitgebrachte Stofftiere und Spielsachen helfen den Kleinen über die Zeit des Wartens hinweg und spenden ein wenig Trost.

Das Ärzteteam arbeitet 14 Stunden am Tag. An drei OP-Tischen werden bis zu 15 Operationen täglich durchgeführt. Einige Operationen dauern über fünf Stunden – und das unter einfachsten Bedingungen. Was das Team dort leistet ist überwältigend und bewundernswert. Zum Ende des 14-tägigen Aufenthalts hat das Ärzte-Team 114 Eingriffe an 99 Patienten durchgeführt darunter 45 weibliche und 54 männliche Patienten im Alter von 9 Monaten bis 76 Jahren. Diese Hilfe wird durch Material- und Geldspenden ermöglicht, die ganz besonders sorgsam und sinnvoll eingesetzt werden.


Marion Bergman, Ehefrau von Henry Schein CEO und Chairman Stanley M. Bergman, und selbst Ärztin, engagiert sich seit vielen Jahren aktiv für Interplast und kennt Land und Leute, die Ärzte, Regierungen und das Engagement jedes einzelnen sehr gut. „Es ist mir ein großes Anliegen, das Engagement von Interplast mit meiner ganzen Kraft zu unterstützen. Die Nachhaltigkeit der Hilfe, die geleistet wird, ist etwas Besonderes und sehr wichtig. Hilfe zur Selbsthilfe muss das Ziel sein, um langfristig Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung aller Menschen zu erreichen“, sagt Marion Bergman.